Zukunftsmöglichkeiten Nanotechnologie

Schon die alten Römer arbeiteten mit Nanotechnologie! Was jetzt wie ein Witz klingt, ist tatsächlich wahr – nur mit dem kleinen Zusatz natürlich, dass die Römer das nicht wussten. Die Römer kannten den Werkstoff Beton und dieser wiederum verdankt seine enorme Festigkeit Nanopartikeln, die sich ineinander verzahnen, was mitunter den Bau des gigantischen Pantheons erst möglich gemacht hat. Was aber macht die Nanotechnologie denn heute zu einem derartigen Mysterium und warum sind die winzigen Teilchen heute interessanter denn je?

Das „non plus ultra“ unserer Zeit

Die Nanotechnologie gilt als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und das liegt teilweise auch am Credo der High-Tech-Fans unserer Generation, die nach dem Motto „small is beautiful“ leben und arbeiten. Aber mal im Ernst: Es ist schon erstaunlich, was man mit den winzigen Nanopartikeln alles erreichen und errichten kann. Die Nanotechnologie wird zum Beispiel die bis jetzt bekannte digitale Speicherkapazität normaler Rechner in noch unvorstellbare Höhen treiben und Autolacke schier unkaputtbar machen. In Zukunft werden wir auch unsere Fenster nie wieder putzen müssen, weil Nanopartikel eine derart glatte und schmutzresistente Oberfläche erzeugen, dass keinerlei Schmutz mehr darauf haften bleibt.

Licht und Schatten

Doch leider gilt bei der Nanotechnologie das, was auch in so vielen anderen Bereichen des Lebens gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall bedeutet das, dass es im Zusammenhang mit dieser Technologie auch reihenweise Etikettenschwindel gibt. Das fängt bei Forschern an, die ihren Projekten irgendwie den Zusatz „Nano“ anheften, um so einen besonders attraktiven und zukunftsrelevanten Titel zu kreieren. Und leider ist das ja auch meist nicht vollkommen gelogen, denn so ziemlich jedes Molekül besitzt Abmessungen, die in den Nano-Bereich gehören. Das heißt, im Prinzip ist auch überall, wo Nano draufsteht, auch Nano drin.