Nanotechnologie im Alltag

Den Begriff haben fast alle von uns schon einmal gehört – oft in einem futuristischen Zusammenhang: Nanotechnologie. Doch so futuristisch, weit weg und „science-fiction-mäßig“ ist diese Technologie gar nicht (mehr). Ganz im Gegenteil, sie hält immer öfter Einzug in unseren Alltag, nur merken wir es meist gar nicht.
Nützliche Helferchen im Alltag
Längst gibt es zum Beispiel Zahncremes, die Schmerzen lindern können. Jeder kennt es: in eine Eis beißen oder etwas sehr heißes Trinken – autsch, schon ist er das, dieser Stich im Zahn, wie ein Blitzeinschlag im Mund. Der Grund dafür sind freiliegende Zahnhälse, die extrem empfindlich auf Temperaturunterschiede reagieren, bzw. diese sofort an den dazugehörigen Nerv weiterleiten – die Folge: Aua. Die besagte Zahncreme kann nun mit auf Nanotechnik basierender Wirkweise diese freiliegenden Zahnhälse reparieren und so die Temperaturempfindlichkeit erheblich mindern. Dazu vermengen sich in der Creme enthaltene Kalziumpartikel mit dem Speichel und werden in Zahnschmelz umgewandelt.

Nanotechnologie soweit das Auge reicht
Das Einsatzgebiet von Nanotechnologie reicht aber weit über die menschliche Mundhöhle hinaus und erstreckt sich mitunter auf Kosmetika, Bau- und Haustechnik, Oberflächenbeschichtungen und vieles mehr. Die Wissenschaft hofft außerdem, mit Hilfe von Nanopartikeln in Zukunft auch beispielsweise Gehirntumore und andere schwere Erkrankungen bekämpfen und heilen zu können. Dabei sind die Nanopartikel an sich recht unspektakulär, betrachtet man zumindest die Größe: Ein Nanometer entspricht 0,000 000 001 Meter (= ein milliardstel Meter), ist also eher klein. Um sich das Größenverhältnis besser vorstellen zu können, kann man auch eine Haselnuss in die Hand nehmen und sich jetzt ausmahlen, wie deren Durchmesser im Verhältnis zum Durchmesser der Erde steht.