Nanopartikel und Pickel

Nanotechnologie – man kennt den Begriff mittlerweile aus den Medien und selbst der Laie weiß, dass die Wissenschaft daran forscht. „Daran“ – ja woran denn genau? Nanopartikel sind winzigste Teile von einem 10.000senstel Millimeter Größe (also sehr sehr klein). Mit diesen Teilchen soll es zum Beispiel irgendwann möglich sein, Krankheiten wie Krebs besser heilen zu können, indem man sie als Medikamententräger in den Körper injiziert. Aber auch bei weniger bedrohlichen Erkrankungen können Nanopartikel in Zukunft helfen. Wie beispielsweise bei Pickeln und Akne. Gerade letztere ist für die Betroffenen eine echte Plage, weil sie nicht nur das Gesicht und den Hals mit dicken, entzündeten roten Pickeln bedeckt, sondern sich auch auf Dekollete und Brustbereich ausdehnen kann. Meist jucken die Pusteln auch, weshalb die Betroffenen kratzen, was dann zu unschönen Narben führt. Diese hormonbedingte Hautkrankheit kann in vielen Fällen nur mit Antibiotika bekämpft werden, doch manchmal nutzt nicht mal mehr das, was mitunter daran liegt, dass die Zahl der Antibiotika-Resistenzen immer weiter steigt. Die Lösung sieht nun die York Pharma GmbH aus Homberg in einem Gel oder einer Creme, die Nanopartikel enthalten soll, die wiederum Sphingosin-I-Phosphat, kurz SIP, einen neuen Wirkstoff, transportieren werden. Dieses Vorhaben unterstützt auch das Nano-for-Life-Förderprogramm des Bundesforschungsministeriums mit etwa einer Million Euro. Zunächst gilt es für die Forscher, Synthesewege für den Wirkstoff SIP und ein geeignetes Verfahren für das Beladen der Nanopartikel zu finden sowie zudem die optimale Partikelgröße der Nanoteilchen zu ermitteln, damit diese von der Haut gut aufgenommen werden können. Gelingt den Wissenschaftlern dabei der Durchbruch – und das ist wohl nur eine Frage der Zeit – so wird man schon bald Nanopartikel gegen Akne einsetzen können. Weitere Informationen zu diesem Thema stehen auf der Website Pickel-Berater.de